Zum Inhalt springen
Ausbildungsverguetung.net, Vergütung je Beruf und LehrjahrAusbildungsverguetung.netVergütung je Beruf und Lehrjahr

Was verdient man als Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland?

In Ostdeutschland liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung als Justizfachangestellte/-r im Durchschnitt aller Lehrjahre bei 1.291 Euro im Monat, das sind -5 Euro (-0,4 Prozent) gegenüber Westdeutschland. Unter den 102 Berufen mit Werten für Ostdeutschland ist das Platz 28.

1.291 €

Ostdeutschland

1.296 €

Westdeutschland

-5 €

Differenz

28 / 102

Rang in Ost

Justizfachangestellte/-r: Ost und West in jedem Lehrjahr

Im Westen steigt der Monatsbetrag als Justizfachangestellte/-r von 1.245 Euro im ersten auf 1.349 Euro im letzten Lehrjahr. Im Durchschnitt über alle Lehrjahre ergibt das in Ostdeutschland 1.291 Euro, in Westdeutschland 1.296 Euro. Die Tabelle stellt beide Tarifgebiete Lehrjahr für Lehrjahr nebeneinander; die Steigerung bezieht sich auf den Westwert.

LehrjahrWestOstSteigerung
1. Lehrjahr1.245 Euro1.237 Euro-
2. Lehrjahr1.299 Euro1.291 Euro+4,3 Prozent
3. Lehrjahr1.349 Euro1.341 Euro+3,8 Prozent
Gesamtsumme46.716 Euro46.428 Euro36 Monate

Tarifliche Ausbildungsvergütung Justizfachangestellte/-r je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.

Über die gesamte Ausbildung von 36 Monaten kommen in Ostdeutschland rund 46.428 Euro zusammen, in Westdeutschland rund 46.716 Euro. Der Unterschied beträgt damit 288 Euro über die Ausbildungszeit. Netto bleiben vom Durchschnitt in Ostdeutschland rund 1.018 Euro im Monat.

Warum der Unterschied besteht

Tarifverträge werden regional verhandelt. Der Unterschied zwischen Ost und West entsteht aus unterschiedlichen Tarifabschlüssen, nicht aus einer gesetzlichen Regelung. Für Justizfachangestellte/-r beträgt er 0,4 Prozent, Stand Erhebung 2025.

Viele Branchentarifverträge führen bis heute zwei Tarifgebiete, die auf die Tarifverträge der frühen 1990er Jahre zurückgehen. In manchen Branchen sind die Tabellen inzwischen angeglichen, in anderen holt der Osten in festen Stufen auf, und in einigen zahlt er mittlerweile mehr. Über alle 102 Berufe, für die das BIBB Werte in beiden Regionen erhebt, liegt der Osten in 25 Fällen vorn, der Westen in 74, 3 Berufe zahlen in beiden Gebieten gleich. Justizfachangestellte/-r gehört mit einem Rückstand von 5 Euro für Ostdeutschland zu den Berufen, in denen der Westen vorn liegt.

Ob ein Betrieb in Ostdeutschland den Tarifwert zahlt, hängt an seiner Tarifbindung; ohne Tarif gilt die Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro im ersten Lehrjahr als Untergrenze, bundesweit gleich. Mehr dazu im Ratgeber Wie die Tarifbindung die Ausbildungsvergütung bestimmt.

10 Berufe mit ähnlicher Vergütung in Ostdeutschland

Die Berufe direkt vor und hinter Justizfachangestellte/-r in der Rangliste für Ostdeutschland, gemessen am Durchschnitt über alle Lehrjahre: von 1.269 Euro bis 1.305 Euro im Monat. Den höchsten Wert der ganzen Region hat Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen mit 1.395 Euro, den niedrigsten Florist mit 770 Euro.

BerufAusbildungsbereichDurchschnitt Ost
ZerspanungsmechanikerIndustrie und Handel1.305 Euro
Eisenbahner in der ZugverkehrssteuerungIndustrie und Handel1.297 Euro
Elektroniker für Geräte und SystemeIndustrie und Handel1.295 Euro
ForstwirtLandwirtschaft1.294 Euro
IT-System-ElektronikerIndustrie und Handel1.291 Euro
Fluggerätmechaniker (alle Fachrichtungen)Industrie und Handel1.290 Euro
IndustriemechanikerIndustrie und Handel1.278 Euro
Immobilienkaufmann/-frauIndustrie und Handel1.277 Euro
MaurerHandwerk1.276 Euro
FertigungsmechanikerIndustrie und Handel1.269 Euro

8 weitere Berufe im öffentlichen Dienst in Ostdeutschland

Die bestbezahlten anderen Berufe im öffentlichen Dienst nach dem Durchschnitt für Ostdeutschland, von 1.318 Euro bis 1.356 Euro im Monat. Alle Berufe des Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst.

BerufAusbildungsbereichDurchschnitt Ost
Sozialversicherungsfachangestellte/-r (alle Fachrichtungen)Öffentlicher Dienst1.356 Euro
Fachangestellte/-r für ArbeitsmarktdienstleistungenÖffentlicher Dienst1.342 Euro
Umwelttechnologe/-technologin für AbwasserbewirtschaftungÖffentlicher Dienst1.342 Euro
Verwaltungsfachangestellte/-r (alle Fachrichtungen)Öffentlicher Dienst1.338 Euro
Fachangestellte/-r für BäderbetriebeÖffentlicher Dienst1.336 Euro
WasserbauerÖffentlicher Dienst1.327 Euro
Kaufmann/-frau für BüromanagementÖffentlicher Dienst1.320 Euro
Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste (alle Fachrichtungen)Öffentlicher Dienst1.318 Euro

Häufige Fragen zu Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland

Was verdient man als Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland?

Als Justizfachangestellte/-r liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung in Ostdeutschland im Durchschnitt über alle Lehrjahre bei 1.291 Euro im Monat, in Westdeutschland bei 1.296 Euro. Das sind -5 Euro oder -0,4 Prozent, nach der BIBB-Erhebung 2025.

Warum verdient Justizfachangestellte/-r in Ost und West unterschiedlich?

Die Ausbildungsvergütung als Justizfachangestellte/-r steht im Tarifvertrag der Branche, und viele Tarifverträge unterscheiden bis heute ein westdeutsches und ein ostdeutsches Tarifgebiet mit eigenen Abschlüssen. Der Unterschied ist tariflich, nicht gesetzlich: Die Mindestausbildungsvergütung gilt bundesweit gleich. Von 102 Berufen mit Werten in beiden Regionen zahlen 25 im Osten mehr, 74 im Westen, 3 gleich.

Wo liegt Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland im Vergleich zu anderen Berufen?

In Ostdeutschland liegt Justizfachangestellte/-r mit 1.291 Euro auf Platz 28 von 102 Ausbildungsberufen mit einem Wert für diese Region. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt 1.191 Euro, den höchsten Wert hat Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen mit 1.395 Euro.

Welche Gesamtsumme kommt als Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland zusammen?

Über die gesamte Ausbildung von 36 Monaten kommen als Justizfachangestellte/-r in Ostdeutschland rund 46.428 Euro brutto zusammen, in Westdeutschland rund 46.716 Euro. Gerechnet wird Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.

Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.

Weiterführende Seiten