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Was verdient man als Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr?

Im 3. Lehrjahr liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung als Justizfachangestellte/-r bei 1.349 Euro im Monat, Stand Erhebung 2025 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das ist Platz 65 von 149 Berufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr und liegt 42 Euro über dem Durchschnitt von 1.307 Euro.

1.349 €

3. Lehrjahr brutto

1.064 €

Netto, überschlägig

65 / 149

Rang im 3. Lehrjahr

1.341 €

Ostdeutschland

Justizfachangestellte/-r: alle 3 Lehrjahre und die Gesamtsumme

Das 3. Lehrjahr ist eines von 3 in der Ausbildung als Justizfachangestellte/-r, die 36 Monate dauert. Die Vergütung steigt nach Paragraf 17 des Berufsbildungsgesetzes mit jedem Ausbildungsjahr; gegenüber dem vorherigen Lehrjahr steigt sie als Justizfachangestellte/-r um 3,8 Prozent, von 1.299 Euro auf 1.349 Euro.

LehrjahrWestOstSteigerung
1. Lehrjahr1.245 Euro1.237 Euro-
2. Lehrjahr1.299 Euro1.291 Euro+4,3 Prozent
3. Lehrjahr1.349 Euro1.341 Euro+3,8 Prozent
Gesamtsumme46.716 Euro46.428 Euro36 Monate

Tarifliche Ausbildungsvergütung Justizfachangestellte/-r je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.

Wie sich das 3. Lehrjahr einordnet

Unter allen 149 Ausbildungsberufen, für die das BIBB einen Wert für das dritte Lehrjahr ausweist, liegt Justizfachangestellte/-r auf Platz 65. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt im 3. Lehrjahr 1.307 Euro; Justizfachangestellte/-r liegt 42 Euro darüber. Die Spanne reicht von 857 Euro (Friseur) bis 1.592 Euro (Milchtechnologe/-technologin).

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt im 3. Lehrjahr für einen Ausbildungsbeginn 2026 bei 977 Euro, der tarifliche Betrag liegt 372 Euro darüber. Netto bleiben von 1.349 Euro rund 1.064 Euro: 285 Euro gehen als Arbeitnehmeranteil an die Sozialversicherung, Lohnsteuer fällt bei diesem Betrag nicht an. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Ratgeber Was von der Ausbildungsvergütung netto übrig bleibt.

10 Berufe mit ähnlicher Vergütung im 3. Lehrjahr

Die Berufe direkt vor und hinter Justizfachangestellte/-r in der Rangliste des dritten Lehrjahres, von 1.344 Euro bis 1.352 Euro im Monat. Wer zwischen ähnlich bezahlten Ausbildungen wählt, vergleicht besser die Gesamtsumme über die ganze Ausbildung, weil die Dauer zwischen 24 und 42 Monaten schwankt.

BerufAusbildungsbereich3. Lehrjahr
Elektroniker für Maschinen und AntriebstechnikIndustrie und Handel1.352 Euro
Koch/KöchinIndustrie und Handel1.352 Euro
LacklaborantHandwerk1.352 Euro
ChemikantIndustrie und Handel1.350 Euro
Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement (alle Fachrichtungen)Industrie und Handel1.350 Euro
DrogistIndustrie und Handel1.348 Euro
Fachmann/-frau für SystemgastronomieIndustrie und Handel1.348 Euro
Mediengestalter Bild und TonHandwerk1.347 Euro
Fachmann/-frau für Restaurants und VeranstaltungsgastronomieIndustrie und Handel1.344 Euro
Zweiradmechatroniker (alle Fachrichtungen)Industrie und Handel1.344 Euro

8 weitere Berufe im öffentlichen Dienst im 3. Lehrjahr

Justizfachangestellte/-r wird im öffentlichen Dienst ausgebildet, zuständige Stelle ist die die jeweilige Behörde des Bundes, des Landes oder der Kommune. Die bestbezahlten anderen Berufe desselben Bereichs im 3. Lehrjahr, alle mit derselben Kammer und oft mit verwandten Tarifverträgen, reichen von 1.370 Euro bis 1.392 Euro im Monat:

BerufAusbildungsbereich3. Lehrjahr
Sozialversicherungsfachangestellte/-r (alle Fachrichtungen)Öffentlicher Dienst1.392 Euro
Fachangestellte/-r für ArbeitsmarktdienstleistungenÖffentlicher Dienst1.389 Euro
Umwelttechnologe/-technologin für AbwasserbewirtschaftungÖffentlicher Dienst1.387 Euro
WasserbauerÖffentlicher Dienst1.384 Euro
Verwaltungsfachangestellte/-r (alle Fachrichtungen)Öffentlicher Dienst1.383 Euro
Fachangestellte/-r für BäderbetriebeÖffentlicher Dienst1.380 Euro
Kaufmann/-frau für BüromanagementÖffentlicher Dienst1.372 Euro
GeomatikerÖffentlicher Dienst1.370 Euro

Alle Berufe dieses Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst, der Durchschnitt aller Berufe in diesem Lehrjahr unter Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr.

Was im 3. Lehrjahr außer der Vergütung gilt

Neben dem Betrag ändert sich mit jedem Ausbildungsjahr, was das Berufsbildungsgesetz von Betrieb und Auszubildenden verlangt. Drei Punkte, die im dritten Lehrjahr anstehen:

  • Abschlussprüfung: In dreijährigen Berufen ist das dritte Lehrjahr das Prüfungsjahr. Der Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung ist frei (§ 15 BBiG), und die Ausbildung endet mit dem Bestehen, nicht mit dem Vertragsdatum.
  • Übernahme klären: Wer nach der Prüfung weiterarbeitet, ohne dass etwas vereinbart wurde, hat nach § 24 BBiG ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Das Übernahmegespräch gehört in die Monate vor der Prüfung.
  • Arbeitsuchend melden: Ohne Übernahmezusage ist die Meldung bei der Agentur für Arbeit drei Monate vor dem Ausbildungsende Pflicht, sonst droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Wer die Ausbildung verkürzt oder sich Vorbildung anrechnen lässt, durchläuft die Lehrjahre anders; was das für die Vergütung bedeutet, rechnet der Ratgeber Ausbildung verkürzen mit echten Tarifwerten vor.

Häufige Fragen zu Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr

Wie viel verdient man als Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr?

Als Justizfachangestellte/-r liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr bei 1.349 Euro brutto im Monat in Westdeutschland und 1.341 Euro in Ostdeutschland, nach der BIBB-Erhebung 2025. Das ist Platz 65 von 149 Ausbildungsberufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr.

Wie viel bleibt als Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr netto übrig?

Von 1.349 Euro brutto bleiben als Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr rund 1.064 Euro netto, nach Abzug von 285 Euro für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragssätze 2026, Steuerklasse I, keine Lohnsteuer).

Um wie viel steigt die Vergütung als Justizfachangestellte/-r vom 2. zum 3. Lehrjahr?

Vom 2. zum 3. Lehrjahr steigt die Vergütung als Justizfachangestellte/-r um 50 Euro im Monat, von 1.299 Euro auf 1.349 Euro, also um 3,8 Prozent. Das Berufsbildungsgesetz verlangt eine Steigerung mindestens jährlich.

Wie liegt Justizfachangestellte/-r im 3. Lehrjahr im Vergleich zu anderen Berufen?

Im 3. Lehrjahr liegt Justizfachangestellte/-r mit 1.349 Euro 42 Euro über dem Durchschnitt aller 149 erfassten Berufe von 1.307 Euro. Den höchsten Wert in diesem Lehrjahr hat Milchtechnologe/-technologin mit 1.592 Euro, den niedrigsten Friseur mit 857 Euro.

Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag, nicht der hier ausgewiesene Durchschnitt. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.

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