Was verdient man als Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr?
893 €
1. Lehrjahr brutto
704 €
Netto, überschlägig
149 / 161
Rang im 1. Lehrjahr
kein Wert
Ostdeutschland
Orthopädieschuhmacher: alle 4 Lehrjahre und die Gesamtsumme
Das 1. Lehrjahr ist eines von 4 in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher, die 42 Monate dauert. Die Vergütung steigt nach Paragraf 17 des Berufsbildungsgesetzes mit jedem Ausbildungsjahr; das 1. Lehrjahr ist das erste Ausbildungsjahr als Orthopädieschuhmacher, es gibt keinen Vorjahreswert zum Vergleich. Der Tarif zahlt hier 893 Euro im Monat.
| Lehrjahr | West | Ost | Steigerung |
|---|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | 893 Euro | kein Wert | - |
| 2. Lehrjahr | 1.011 Euro | kein Wert | +13,2 Prozent |
| 3. Lehrjahr | 1.125 Euro | kein Wert | +11,3 Prozent |
| 4. Lehrjahr | 1.214 Euro | kein Wert | +7,9 Prozent |
| Gesamtsumme | 43.632 Euro | kein Wert | 42 Monate |
Tarifliche Ausbildungsvergütung Orthopädieschuhmacher je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.
Wie sich das 1. Lehrjahr einordnet
Unter allen 161 Ausbildungsberufen, für die das BIBB einen Wert für das erste Lehrjahr ausweist, liegt Orthopädieschuhmacher auf Platz 149. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt im 1. Lehrjahr 1.117 Euro; Orthopädieschuhmacher liegt 224 Euro darunter. Die Spanne reicht von 623 Euro (Friseur) bis 1.348 Euro (Milchtechnologe/-technologin).
Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt im 1. Lehrjahr für einen Ausbildungsbeginn 2026 bei 724 Euro, der tarifliche Betrag liegt 169 Euro darüber. Netto bleiben von 893 Euro rund 704 Euro: 189 Euro gehen als Arbeitnehmeranteil an die Sozialversicherung, Lohnsteuer fällt bei diesem Betrag nicht an. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Ratgeber Was von der Ausbildungsvergütung netto übrig bleibt.
10 Berufe mit ähnlicher Vergütung im 1. Lehrjahr
Die Berufe direkt vor und hinter Orthopädieschuhmacher in der Rangliste des ersten Lehrjahres, von 865 Euro bis 915 Euro im Monat. Wer zwischen ähnlich bezahlten Ausbildungen wählt, vergleicht besser die Gesamtsumme über die ganze Ausbildung, weil die Dauer zwischen 24 und 42 Monaten schwankt.
| Beruf | Ausbildungsbereich | 1. Lehrjahr |
|---|---|---|
| Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r | Freie Berufe | 915 Euro |
| Augenoptiker | Handwerk | 912 Euro |
| Schornsteinfeger | Handwerk | 902 Euro |
| Landwirt | Landwirtschaft | 899 Euro |
| Glaser (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 894 Euro |
| Fachkraft Agrarservice | Landwirtschaft | 885 Euro |
| Bodenleger | Handwerk | 884 Euro |
| Parkettleger | Handwerk | 882 Euro |
| Maler und Lackierer (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 868 Euro |
| Pharmazeutisch-kaufmännische/-r Angestellte/-r | Freie Berufe | 865 Euro |
8 weitere Berufe im Handwerk im 1. Lehrjahr
Orthopädieschuhmacher wird im Handwerk ausgebildet, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer (HWK). Die bestbezahlten anderen Berufe desselben Bereichs im 1. Lehrjahr, alle mit derselben Kammer und oft mit verwandten Tarifverträgen, reichen von 1.077 Euro bis 1.224 Euro im Monat:
| Beruf | Ausbildungsbereich | 1. Lehrjahr |
|---|---|---|
| Mediengestalter Bild und Ton | Handwerk | 1.224 Euro |
| Lacklaborant | Handwerk | 1.185 Euro |
| Schilder- und Lichtreklamehersteller | Handwerk | 1.120 Euro |
| Konditor | Handwerk | 1.115 Euro |
| Automobilkaufmann/-frau | Handwerk | 1.107 Euro |
| Beton- und Stahlbetonbauer | Handwerk | 1.079 Euro |
| Maurer | Handwerk | 1.079 Euro |
| Fliesen-, Platten- und Mosaikleger | Handwerk | 1.077 Euro |
Alle Berufe dieses Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im Handwerk, der Durchschnitt aller Berufe in diesem Lehrjahr unter Ausbildungsvergütung im 1. Lehrjahr.
Was im 1. Lehrjahr außer der Vergütung gilt
Neben dem Betrag ändert sich mit jedem Ausbildungsjahr, was das Berufsbildungsgesetz von Betrieb und Auszubildenden verlangt. Drei Punkte, die im ersten Lehrjahr anstehen:
- Probezeit: Die ersten ein bis vier Monate sind Probezeit (§ 20 BBiG). In dieser Zeit können beide Seiten ohne Frist und ohne Grund kündigen, die Vergütung des ersten Lehrjahres läuft vom ersten Tag an.
- Mindestvergütung: Für Betriebe ohne Tarifbindung gilt im ersten Lehrjahr die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung des Beginnjahres als Untergrenze, Tarifverträge dürfen sie unterschreiten (§ 17 BBiG).
- Ausbildungsnachweis: Das Berichtsheft beginnt mit dem ersten Tag; es ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung und wird vom Ausbilder regelmäßig abgezeichnet.
Wer die Ausbildung verkürzt oder sich Vorbildung anrechnen lässt, durchläuft die Lehrjahre anders; was das für die Vergütung bedeutet, rechnet der Ratgeber Ausbildung verkürzen mit echten Tarifwerten vor.
Häufige Fragen zu Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr
Wie viel verdient man als Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr?
Als Orthopädieschuhmacher liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im 1. Lehrjahr bei 893 Euro brutto im Monat in Westdeutschland, nach der BIBB-Erhebung 2025. Das ist Platz 149 von 161 Ausbildungsberufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr.
Wie viel bleibt als Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr netto übrig?
Von 893 Euro brutto bleiben als Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr rund 704 Euro netto, nach Abzug von 189 Euro für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragssätze 2026, Steuerklasse I, keine Lohnsteuer).
Gilt für Orthopädieschuhmacher im ersten Lehrjahr die Mindestausbildungsvergütung?
Der Tarifwert für Orthopädieschuhmacher im ersten Lehrjahr liegt bei 893 Euro und damit 169 Euro über der Mindestausbildungsvergütung 2026 von 724 Euro. Für Betriebe ohne Tarifbindung ist die Mindestvergütung die Untergrenze, tarifgebundene Betriebe zahlen den Tarifwert.
Wie liegt Orthopädieschuhmacher im 1. Lehrjahr im Vergleich zu anderen Berufen?
Im 1. Lehrjahr liegt Orthopädieschuhmacher mit 893 Euro 224 Euro unter dem Durchschnitt aller 161 erfassten Berufe von 1.117 Euro. Den höchsten Wert in diesem Lehrjahr hat Milchtechnologe/-technologin mit 1.348 Euro, den niedrigsten Friseur mit 623 Euro.
Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag, nicht der hier ausgewiesene Durchschnitt. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.