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Was verdient man als Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr?

Im 2. Lehrjahr liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung als Orthopädieschuhmacher bei 1.011 Euro im Monat, Stand Erhebung 2025 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das ist Platz 143 von 161 Berufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr und liegt 198 Euro unter dem Durchschnitt von 1.209 Euro.

1.011 €

2. Lehrjahr brutto

797 €

Netto, überschlägig

143 / 161

Rang im 2. Lehrjahr

kein Wert

Ostdeutschland

Orthopädieschuhmacher: alle 4 Lehrjahre und die Gesamtsumme

Das 2. Lehrjahr ist eines von 4 in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher, die 42 Monate dauert. Die Vergütung steigt nach Paragraf 17 des Berufsbildungsgesetzes mit jedem Ausbildungsjahr; gegenüber dem vorherigen Lehrjahr steigt sie als Orthopädieschuhmacher um 13,2 Prozent, von 893 Euro auf 1.011 Euro.

LehrjahrWestOstSteigerung
1. Lehrjahr893 Eurokein Wert-
2. Lehrjahr1.011 Eurokein Wert+13,2 Prozent
3. Lehrjahr1.125 Eurokein Wert+11,3 Prozent
4. Lehrjahr1.214 Eurokein Wert+7,9 Prozent
Gesamtsumme43.632 Eurokein Wert42 Monate

Tarifliche Ausbildungsvergütung Orthopädieschuhmacher je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.

Wie sich das 2. Lehrjahr einordnet

Unter allen 161 Ausbildungsberufen, für die das BIBB einen Wert für das zweite Lehrjahr ausweist, liegt Orthopädieschuhmacher auf Platz 143. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt im 2. Lehrjahr 1.209 Euro; Orthopädieschuhmacher liegt 198 Euro darunter. Die Spanne reicht von 723 Euro (Friseur) bis 1.473 Euro (Milchtechnologe/-technologin).

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt im 2. Lehrjahr für einen Ausbildungsbeginn 2026 bei 854 Euro, der tarifliche Betrag liegt 157 Euro darüber. Netto bleiben von 1.011 Euro rund 797 Euro: 214 Euro gehen als Arbeitnehmeranteil an die Sozialversicherung, Lohnsteuer fällt bei diesem Betrag nicht an. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Ratgeber Was von der Ausbildungsvergütung netto übrig bleibt.

10 Berufe mit ähnlicher Vergütung im 2. Lehrjahr

Die Berufe direkt vor und hinter Orthopädieschuhmacher in der Rangliste des zweiten Lehrjahres, von 985 Euro bis 1.049 Euro im Monat. Wer zwischen ähnlich bezahlten Ausbildungen wählt, vergleicht besser die Gesamtsumme über die ganze Ausbildung, weil die Dauer zwischen 24 und 42 Monaten schwankt.

BerufAusbildungsbereich2. Lehrjahr
Elektroniker (alle Fachrichtungen)Handwerk1.049 Euro
Rollladen- und SonnenschutzmechatronikerHandwerk1.044 Euro
Pferdewirt (alle Fachrichtungen)Landwirtschaft1.039 Euro
FloristIndustrie und Handel1.034 Euro
Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-rFreie Berufe1.019 Euro
SchornsteinfegerHandwerk1.003 Euro
LandwirtLandwirtschaft992 Euro
AugenoptikerHandwerk991 Euro
Glaser (alle Fachrichtungen)Handwerk988 Euro
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und KlimatechnikHandwerk985 Euro

8 weitere Berufe im Handwerk im 2. Lehrjahr

Orthopädieschuhmacher wird im Handwerk ausgebildet, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer (HWK). Die bestbezahlten anderen Berufe desselben Bereichs im 2. Lehrjahr, alle mit derselben Kammer und oft mit verwandten Tarifverträgen, reichen von 1.270 Euro bis 1.298 Euro im Monat:

BerufAusbildungsbereich2. Lehrjahr
Beton- und StahlbetonbauerHandwerk1.298 Euro
MaurerHandwerk1.297 Euro
Fliesen-, Platten- und MosaiklegerHandwerk1.291 Euro
Zimmerer/ZimmerinHandwerk1.290 Euro
AusbaufacharbeiterHandwerk1.288 Euro
LacklaborantHandwerk1.277 Euro
Mediengestalter Bild und TonHandwerk1.274 Euro
StuckateurHandwerk1.270 Euro

Alle Berufe dieses Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im Handwerk, der Durchschnitt aller Berufe in diesem Lehrjahr unter Ausbildungsvergütung im 2. Lehrjahr.

Was im 2. Lehrjahr außer der Vergütung gilt

Neben dem Betrag ändert sich mit jedem Ausbildungsjahr, was das Berufsbildungsgesetz von Betrieb und Auszubildenden verlangt. Drei Punkte, die im zweiten Lehrjahr anstehen:

  • Zwischenprüfung oder Teil 1: Meist zur Mitte der Ausbildung steht die Zwischenprüfung an, in vielen Berufen inzwischen als erster Teil der gestreckten Abschlussprüfung, der in die Endnote eingeht.
  • Jährliche Steigerung: Die Vergütung muss mit jedem Ausbildungsjahr steigen (§ 17 Absatz 1 BBiG). Der Wechsel ins zweite Lehrjahr ist die erste Erhöhung, unabhängig von Tarifrunden.
  • Verkürzung noch möglich: Ein Antrag auf Verkürzung nach § 8 BBiG ist noch möglich, solange mindestens ein Jahr Ausbildung bleibt; bei guten Noten kommt später die vorzeitige Zulassung zur Prüfung in Frage.

Wer die Ausbildung verkürzt oder sich Vorbildung anrechnen lässt, durchläuft die Lehrjahre anders; was das für die Vergütung bedeutet, rechnet der Ratgeber Ausbildung verkürzen mit echten Tarifwerten vor.

Häufige Fragen zu Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr

Wie viel verdient man als Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr?

Als Orthopädieschuhmacher liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im 2. Lehrjahr bei 1.011 Euro brutto im Monat in Westdeutschland, nach der BIBB-Erhebung 2025. Das ist Platz 143 von 161 Ausbildungsberufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr.

Wie viel bleibt als Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr netto übrig?

Von 1.011 Euro brutto bleiben als Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr rund 797 Euro netto, nach Abzug von 214 Euro für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragssätze 2026, Steuerklasse I, keine Lohnsteuer).

Um wie viel steigt die Vergütung als Orthopädieschuhmacher vom 1. zum 2. Lehrjahr?

Vom 1. zum 2. Lehrjahr steigt die Vergütung als Orthopädieschuhmacher um 118 Euro im Monat, von 893 Euro auf 1.011 Euro, also um 13,2 Prozent. Das Berufsbildungsgesetz verlangt eine Steigerung mindestens jährlich.

Wie liegt Orthopädieschuhmacher im 2. Lehrjahr im Vergleich zu anderen Berufen?

Im 2. Lehrjahr liegt Orthopädieschuhmacher mit 1.011 Euro 198 Euro unter dem Durchschnitt aller 161 erfassten Berufe von 1.209 Euro. Den höchsten Wert in diesem Lehrjahr hat Milchtechnologe/-technologin mit 1.473 Euro, den niedrigsten Friseur mit 723 Euro.

Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag, nicht der hier ausgewiesene Durchschnitt. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.

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