Was verdient man als Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr?
1.125 €
3. Lehrjahr brutto
887 €
Netto, überschlägig
130 / 149
Rang im 3. Lehrjahr
kein Wert
Ostdeutschland
Orthopädieschuhmacher: alle 4 Lehrjahre und die Gesamtsumme
Das 3. Lehrjahr ist eines von 4 in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher, die 42 Monate dauert. Die Vergütung steigt nach Paragraf 17 des Berufsbildungsgesetzes mit jedem Ausbildungsjahr; gegenüber dem vorherigen Lehrjahr steigt sie als Orthopädieschuhmacher um 11,3 Prozent, von 1.011 Euro auf 1.125 Euro.
| Lehrjahr | West | Ost | Steigerung |
|---|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | 893 Euro | kein Wert | - |
| 2. Lehrjahr | 1.011 Euro | kein Wert | +13,2 Prozent |
| 3. Lehrjahr | 1.125 Euro | kein Wert | +11,3 Prozent |
| 4. Lehrjahr | 1.214 Euro | kein Wert | +7,9 Prozent |
| Gesamtsumme | 43.632 Euro | kein Wert | 42 Monate |
Tarifliche Ausbildungsvergütung Orthopädieschuhmacher je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.
Wie sich das 3. Lehrjahr einordnet
Unter allen 149 Ausbildungsberufen, für die das BIBB einen Wert für das dritte Lehrjahr ausweist, liegt Orthopädieschuhmacher auf Platz 130. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt im 3. Lehrjahr 1.307 Euro; Orthopädieschuhmacher liegt 182 Euro darunter. Die Spanne reicht von 857 Euro (Friseur) bis 1.592 Euro (Milchtechnologe/-technologin).
Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt im 3. Lehrjahr für einen Ausbildungsbeginn 2026 bei 977 Euro, der tarifliche Betrag liegt 148 Euro darüber. Netto bleiben von 1.125 Euro rund 887 Euro: 238 Euro gehen als Arbeitnehmeranteil an die Sozialversicherung, Lohnsteuer fällt bei diesem Betrag nicht an. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Ratgeber Was von der Ausbildungsvergütung netto übrig bleibt.
10 Berufe mit ähnlicher Vergütung im 3. Lehrjahr
Die Berufe direkt vor und hinter Orthopädieschuhmacher in der Rangliste des dritten Lehrjahres, von 1.099 Euro bis 1.145 Euro im Monat. Wer zwischen ähnlich bezahlten Ausbildungen wählt, vergleicht besser die Gesamtsumme über die ganze Ausbildung, weil die Dauer zwischen 24 und 42 Monaten schwankt.
| Beruf | Ausbildungsbereich | 3. Lehrjahr |
|---|---|---|
| Metallbauer (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 1.145 Euro |
| Florist | Industrie und Handel | 1.135 Euro |
| Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r | Freie Berufe | 1.131 Euro |
| Technische/-r Systemplaner (alle Fachrichtungen) | Industrie und Handel | 1.128 Euro |
| Maler und Lackierer (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 1.127 Euro |
| Elektroniker (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 1.123 Euro |
| Technische/-r Modellbauer (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 1.121 Euro |
| Pferdewirt (alle Fachrichtungen) | Landwirtschaft | 1.118 Euro |
| Schornsteinfeger | Handwerk | 1.102 Euro |
| Glaser (alle Fachrichtungen) | Handwerk | 1.099 Euro |
8 weitere Berufe im Handwerk im 3. Lehrjahr
Orthopädieschuhmacher wird im Handwerk ausgebildet, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer (HWK). Die bestbezahlten anderen Berufe desselben Bereichs im 3. Lehrjahr, alle mit derselben Kammer und oft mit verwandten Tarifverträgen, reichen von 1.352 Euro bis 1.543 Euro im Monat:
| Beruf | Ausbildungsbereich | 3. Lehrjahr |
|---|---|---|
| Maurer | Handwerk | 1.543 Euro |
| Fliesen-, Platten- und Mosaikleger | Handwerk | 1.537 Euro |
| Zimmerer/Zimmerin | Handwerk | 1.536 Euro |
| Beton- und Stahlbetonbauer | Handwerk | 1.529 Euro |
| Stuckateur | Handwerk | 1.520 Euro |
| Gerüstbauer | Handwerk | 1.509 Euro |
| Dachdecker | Handwerk | 1.404 Euro |
| Lacklaborant | Handwerk | 1.352 Euro |
Alle Berufe dieses Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im Handwerk, der Durchschnitt aller Berufe in diesem Lehrjahr unter Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr.
Was im 3. Lehrjahr außer der Vergütung gilt
Neben dem Betrag ändert sich mit jedem Ausbildungsjahr, was das Berufsbildungsgesetz von Betrieb und Auszubildenden verlangt. Drei Punkte, die im dritten Lehrjahr anstehen:
- Abschlussprüfung: In dreijährigen Berufen ist das dritte Lehrjahr das Prüfungsjahr. Der Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung ist frei (§ 15 BBiG), und die Ausbildung endet mit dem Bestehen, nicht mit dem Vertragsdatum.
- Übernahme klären: Wer nach der Prüfung weiterarbeitet, ohne dass etwas vereinbart wurde, hat nach § 24 BBiG ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Das Übernahmegespräch gehört in die Monate vor der Prüfung.
- Arbeitsuchend melden: Ohne Übernahmezusage ist die Meldung bei der Agentur für Arbeit drei Monate vor dem Ausbildungsende Pflicht, sonst droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
Wer die Ausbildung verkürzt oder sich Vorbildung anrechnen lässt, durchläuft die Lehrjahre anders; was das für die Vergütung bedeutet, rechnet der Ratgeber Ausbildung verkürzen mit echten Tarifwerten vor.
Häufige Fragen zu Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr
Wie viel verdient man als Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr?
Als Orthopädieschuhmacher liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr bei 1.125 Euro brutto im Monat in Westdeutschland, nach der BIBB-Erhebung 2025. Das ist Platz 130 von 149 Ausbildungsberufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr.
Wie viel bleibt als Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr netto übrig?
Von 1.125 Euro brutto bleiben als Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr rund 887 Euro netto, nach Abzug von 238 Euro für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragssätze 2026, Steuerklasse I, keine Lohnsteuer).
Um wie viel steigt die Vergütung als Orthopädieschuhmacher vom 2. zum 3. Lehrjahr?
Vom 2. zum 3. Lehrjahr steigt die Vergütung als Orthopädieschuhmacher um 114 Euro im Monat, von 1.011 Euro auf 1.125 Euro, also um 11,3 Prozent. Das Berufsbildungsgesetz verlangt eine Steigerung mindestens jährlich.
Wie liegt Orthopädieschuhmacher im 3. Lehrjahr im Vergleich zu anderen Berufen?
Im 3. Lehrjahr liegt Orthopädieschuhmacher mit 1.125 Euro 182 Euro unter dem Durchschnitt aller 149 erfassten Berufe von 1.307 Euro. Den höchsten Wert in diesem Lehrjahr hat Milchtechnologe/-technologin mit 1.592 Euro, den niedrigsten Friseur mit 857 Euro.
Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag, nicht der hier ausgewiesene Durchschnitt. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.