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Was verdient man als Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr?

Im 3. Lehrjahr liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung als Bestattungsfachkraft bei 1.073 Euro im Monat, Stand Erhebung 2025 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das ist Platz 140 von 149 Berufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr und liegt 234 Euro unter dem Durchschnitt von 1.307 Euro.

1.073 €

3. Lehrjahr brutto

846 €

Netto, überschlägig

140 / 149

Rang im 3. Lehrjahr

1.051 €

Ostdeutschland

Bestattungsfachkraft: alle 3 Lehrjahre und die Gesamtsumme

Das 3. Lehrjahr ist eines von 3 in der Ausbildung als Bestattungsfachkraft, die 36 Monate dauert. Die Vergütung steigt nach Paragraf 17 des Berufsbildungsgesetzes mit jedem Ausbildungsjahr; gegenüber dem vorherigen Lehrjahr steigt sie als Bestattungsfachkraft um 12,7 Prozent, von 952 Euro auf 1.073 Euro.

LehrjahrWestOstSteigerung
1. Lehrjahr843 Euro748 Euro-
2. Lehrjahr952 Euro860 Euro+12,9 Prozent
3. Lehrjahr1.073 Euro1.051 Euro+12,7 Prozent
Gesamtsumme34.416 Euro31.908 Euro36 Monate

Tarifliche Ausbildungsvergütung Bestattungsfachkraft je Lehrjahr, brutto im Monat, BIBB-Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr, aufsummiert.

Wie sich das 3. Lehrjahr einordnet

Unter allen 149 Ausbildungsberufen, für die das BIBB einen Wert für das dritte Lehrjahr ausweist, liegt Bestattungsfachkraft auf Platz 140. Der Durchschnitt dieser Berufe beträgt im 3. Lehrjahr 1.307 Euro; Bestattungsfachkraft liegt 234 Euro darunter. Die Spanne reicht von 857 Euro (Friseur) bis 1.592 Euro (Milchtechnologe/-technologin).

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt im 3. Lehrjahr für einen Ausbildungsbeginn 2026 bei 977 Euro, der tarifliche Betrag liegt 96 Euro darüber. Netto bleiben von 1.073 Euro rund 846 Euro: 227 Euro gehen als Arbeitnehmeranteil an die Sozialversicherung, Lohnsteuer fällt bei diesem Betrag nicht an. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Ratgeber Was von der Ausbildungsvergütung netto übrig bleibt.

10 Berufe mit ähnlicher Vergütung im 3. Lehrjahr

Die Berufe direkt vor und hinter Bestattungsfachkraft in der Rangliste des dritten Lehrjahres, von 1.036 Euro bis 1.099 Euro im Monat. Wer zwischen ähnlich bezahlten Ausbildungen wählt, vergleicht besser die Gesamtsumme über die ganze Ausbildung, weil die Dauer zwischen 24 und 42 Monaten schwankt.

BerufAusbildungsbereich3. Lehrjahr
Glaser (alle Fachrichtungen)Handwerk1.099 Euro
BauzeichnerIndustrie und Handel1.090 Euro
LandwirtLandwirtschaft1.090 Euro
TischlerHandwerk1.087 Euro
Mechatroniker für KältetechnikHandwerk1.080 Euro
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und KlimatechnikHandwerk1.068 Euro
Fachkraft AgrarserviceLandwirtschaft1.067 Euro
AugenoptikerHandwerk1.063 Euro
Tourismuskaufmann/-frau (Kaufmann/-frau für Privat- und Geschäftsreisen)Industrie und Handel1.059 Euro
BodenlegerHandwerk1.036 Euro

8 weitere Berufe im Handwerk im 3. Lehrjahr

Bestattungsfachkraft wird im Handwerk ausgebildet, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer (HWK). Die bestbezahlten anderen Berufe desselben Bereichs im 3. Lehrjahr, alle mit derselben Kammer und oft mit verwandten Tarifverträgen, reichen von 1.352 Euro bis 1.543 Euro im Monat:

BerufAusbildungsbereich3. Lehrjahr
MaurerHandwerk1.543 Euro
Fliesen-, Platten- und MosaiklegerHandwerk1.537 Euro
Zimmerer/ZimmerinHandwerk1.536 Euro
Beton- und StahlbetonbauerHandwerk1.529 Euro
StuckateurHandwerk1.520 Euro
GerüstbauerHandwerk1.509 Euro
DachdeckerHandwerk1.404 Euro
LacklaborantHandwerk1.352 Euro

Alle Berufe dieses Bereichs stehen unter Ausbildungsvergütung im Handwerk, der Durchschnitt aller Berufe in diesem Lehrjahr unter Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr.

Was im 3. Lehrjahr außer der Vergütung gilt

Neben dem Betrag ändert sich mit jedem Ausbildungsjahr, was das Berufsbildungsgesetz von Betrieb und Auszubildenden verlangt. Drei Punkte, die im dritten Lehrjahr anstehen:

  • Abschlussprüfung: In dreijährigen Berufen ist das dritte Lehrjahr das Prüfungsjahr. Der Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung ist frei (§ 15 BBiG), und die Ausbildung endet mit dem Bestehen, nicht mit dem Vertragsdatum.
  • Übernahme klären: Wer nach der Prüfung weiterarbeitet, ohne dass etwas vereinbart wurde, hat nach § 24 BBiG ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Das Übernahmegespräch gehört in die Monate vor der Prüfung.
  • Arbeitsuchend melden: Ohne Übernahmezusage ist die Meldung bei der Agentur für Arbeit drei Monate vor dem Ausbildungsende Pflicht, sonst droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Wer die Ausbildung verkürzt oder sich Vorbildung anrechnen lässt, durchläuft die Lehrjahre anders; was das für die Vergütung bedeutet, rechnet der Ratgeber Ausbildung verkürzen mit echten Tarifwerten vor.

Häufige Fragen zu Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr

Wie viel verdient man als Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr?

Als Bestattungsfachkraft liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr bei 1.073 Euro brutto im Monat in Westdeutschland und 1.051 Euro in Ostdeutschland, nach der BIBB-Erhebung 2025. Das ist Platz 140 von 149 Ausbildungsberufen mit einem Wert für dieses Lehrjahr.

Wie viel bleibt als Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr netto übrig?

Von 1.073 Euro brutto bleiben als Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr rund 846 Euro netto, nach Abzug von 227 Euro für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragssätze 2026, Steuerklasse I, keine Lohnsteuer).

Um wie viel steigt die Vergütung als Bestattungsfachkraft vom 2. zum 3. Lehrjahr?

Vom 2. zum 3. Lehrjahr steigt die Vergütung als Bestattungsfachkraft um 121 Euro im Monat, von 952 Euro auf 1.073 Euro, also um 12,7 Prozent. Das Berufsbildungsgesetz verlangt eine Steigerung mindestens jährlich.

Wie liegt Bestattungsfachkraft im 3. Lehrjahr im Vergleich zu anderen Berufen?

Im 3. Lehrjahr liegt Bestattungsfachkraft mit 1.073 Euro 234 Euro unter dem Durchschnitt aller 149 erfassten Berufe von 1.307 Euro. Den höchsten Wert in diesem Lehrjahr hat Milchtechnologe/-technologin mit 1.592 Euro, den niedrigsten Friseur mit 857 Euro.

Tarifliche Durchschnitte gelten als Orientierung. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag, nicht der hier ausgewiesene Durchschnitt. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Erhebung 2025.

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