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12 Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft

Land-, Forst-, Garten- und Tierwirtschaft, Milch- und Weinwirtschaft. Ausgebildet wird auf Höfen und in Betrieben der grünen Berufe, zuständig sind die Landwirtschaftskammern oder die Landesbehörden. Im Durchschnitt über alle Lehrjahre liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung hier bei 1.195 Euro im Monat, Platz 4 von sechs Bereichen, Stand Erhebung 2025.
Auszubildender bei der Feldarbeit auf einem Hof
Bild: KI generiert.

1.195 €

Durchschnitt aller Lehrjahre

12 / 8

Berufe, davon mit Tarifwert

1.467 €

Höchster Wert

982 €

Niedrigster Wert

Alle 12 Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft im Vergleich

Sortiert nach der Durchschnittsvergütung über alle Lehrjahre, Westwerte. Sie reicht von 982 Euro bei Fachkraft Agrarservice bis 1.467 Euro bei Milchtechnologe/-technologin. Für 4 der 12 Berufe erhebt das BIBB keinen tariflichen Durchschnitt, dort steht die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro als Untergrenze. Jeder Beruf führt zur vollständigen Auswertung mit allen Lehrjahren, Ost und West und der Gesamtsumme.

Beruf1. LehrjahrLetztes LehrjahrDurchschnitt WestDurchschnitt OstGesamtsumme
Milchtechnologe/-technologin1.348 Euro1.592 Euro1.467 Euro-52.956 Euro
Milchwirtschaftliche/-r Laborant1.316 Euro1.513 Euro1.404 Euro-50.784 Euro
Forstwirt1.208 Euro1.322 Euro1.268 Euro1.294 Euro45.648 Euro
Gärtner (alle Fachrichtungen)1.117 Euro1.334 Euro1.230 Euro1.235 Euro44.076 Euro
Winzer1.069 Euro1.198 Euro1.138 Euro-40.680 Euro
Pferdewirt (alle Fachrichtungen)967 Euro1.118 Euro1.047 Euro1.101 Euro37.488 Euro
Landwirt899 Euro1.090 Euro1.020 Euro1.010 Euro35.772 Euro
Fachkraft Agrarservice885 Euro1.067 Euro982 Euro1.036 Euro35.100 Euro
Fischwirtkein Tarifwert----
Pflanzentechnologe/-technologinkein Tarifwert----
Revierjägerkein Tarifwert----
Tierwirt (alle Fachrichtungen)kein Tarifwert--1.023 Euro-

12 Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft, Erhebung 2025. Gesamtsumme: Monatsbetrag mal Monate je Lehrjahr über die ganze Ausbildung.

Der Durchschnitt in der Landwirtschaft je Lehrjahr

Über die Berufe des Bereichs mit Wert im jeweiligen Jahr. Die Zahl der Berufe sinkt vom ersten zum vierten Lehrjahr, weil nur Berufe mit 42 Monaten Dauer ein viertes Jahr haben. Im ersten Lehrjahr liegt der Durchschnitt in der Landwirtschaft bei 1.101 Euro. Für 5 Berufe liegt auch ein Ostwert vor, im Durchschnitt 1.135 Euro gegenüber 1.195 Euro im Westen.

LehrjahrBerufe mit WertDurchschnittMindestvergütung 2026
1. Lehrjahr81.101 Euro724 Euro
2. Lehrjahr81.187 Euro854 Euro
3. Lehrjahr81.279 Euro977 Euro

Wie Landwirtschaft im Vergleich zu den anderen 5 Bereichen liegt

Die sechs Bereiche des BIBB folgen der Zuständigkeit, nicht der Tätigkeit: Wer die Prüfung abnimmt, bestimmt den Bereich. Der Abstand zwischen ihnen entsteht aus der Tarifstruktur. Im öffentlichen Dienst gilt ein Tarifvertrag für fast alle Auszubildenden, im Handwerk verhandeln Innungsverbände je Gewerk und Region, und in kleinen Betrieben ist die Tarifbindung seltener. Landwirtschaft liegt mit 1.195 Euro im Durchschnitt unter dem Schnitt aller sechs Bereiche von 1.209 Euro.

AusbildungsbereichBerufeMit TarifwertDurchschnittHöchster Beruf
Öffentlicher Dienst12121.323 EuroUmwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung (1.339 Euro)
Hauswirtschaft111.295 EuroHauswirtschafter (1.295 Euro)
Industrie und Handel1391001.242 EuroKaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen (1.405 Euro)
Landwirtschaft1281.195 EuroMilchtechnologe/-technologin (1.467 Euro)
Handwerk168361.121 EuroZimmerer/Zimmerin (1.353 Euro)
Freie Berufe941.040 EuroMedizinische/-r Fachangestellte/-r (1.117 Euro)

Durchschnitt über alle Lehrjahre der Berufe mit Tarifwert, Westwerte, Erhebung 2025. Der Tarifdurchschnitt über alle Berufe liegt bei 1.209 Euro.

Was die zuständige Stelle in der Landwirtschaft entscheidet

Zuständige Stelle in der Landwirtschaft ist die Landwirtschaftskammer oder Landesbehörde für Landwirtschaft. Sie trägt jeden Ausbildungsvertrag in ihr Verzeichnis ein und prüft dabei nach Paragraf 35 des Berufsbildungsgesetzes, ob die Vergütung angemessen ist; ein Vertrag mit einer Vergütung unter der Mindestausbildungsvergütung oder mehr als 20 Prozent unter dem Branchentarif wird nicht eingetragen. Dieselbe Stelle entscheidet über Verkürzung und Verlängerung der Ausbildung, über die vorzeitige Zulassung zur Prüfung und nimmt die Abschlussprüfung ab.

Für Auszubildende ist sie die Anlaufstelle bei Streit über die Vergütung: Ihre Schlichtungsausschüsse müssen angerufen werden, bevor ein Arbeitsgericht entscheidet. Wie sich prüfen lässt, ob ein Betrieb den Tarif dieses Bereichs zahlt, beschreibt der Ratgeber Wie die Tarifbindung die Ausbildungsvergütung bestimmt.

Häufige Fragen zur Ausbildungsvergütung in der Landwirtschaft

Wie viele Ausbildungsberufe gibt es in der Landwirtschaft?

12 anerkannte Ausbildungsberufe zählen zum Bereich Landwirtschaft, davon 8 mit tariflich erfasstem Durchschnitt. Für die übrigen 4 liegt kein tariflicher Wert vor, dort gilt die Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro im ersten Lehrjahr als Untergrenze.

Was verdient man im Durchschnitt in der Landwirtschaft?

Im Durchschnitt über alle Lehrjahre liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung in der Landwirtschaft bei 1.195 Euro im Monat, im ersten Lehrjahr bei 1.101 Euro. Über alle sechs Bereiche liegt der Tarifdurchschnitt 2025 bei 1.209 Euro, der Bereich steht auf Platz 4 von 6.

Welcher Beruf zahlt in der Landwirtschaft am meisten?

Milchtechnologe/-technologin zahlt in der Landwirtschaft mit rund 1.467 Euro im Durchschnitt aller Lehrjahre am meisten, Fachkraft Agrarservice mit 982 Euro am wenigsten unter den tariflich erfassten Berufen.

Wer ist in der Landwirtschaft die zuständige Stelle?

Zuständige Stelle in der Landwirtschaft ist die Landwirtschaftskammer oder Landesbehörde für Landwirtschaft. Sie trägt den Ausbildungsvertrag ein, prüft die Angemessenheit der Vergütung, entscheidet über Verkürzungen und nimmt die Abschlussprüfung ab.

Werte als tariflicher Durchschnitt, Quelle Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Erhebung 2025, Stichtag 1. Oktober 2025. Im Einzelfall entscheidet der Ausbildungsvertrag.

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